Überlieferungen . . . . .
Teilinformationen . . . . .
Halbwahrheiten . . . . .


…………..  Ernährungsirrtümer

Cholesterin ist schädlich !!!

Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts galt das Ei als wertvolles und nahrhaftes Lebensmittel. Als tierisches Produkt, das man- wie Milch- gewinnen kann, ohne das Tier zu töten. Doch dann brachte es sein hoher Gehalt an Cholesterin in Verruf. Auch heute noch haben viele ein schlechtes Gewissen, wenn sie ein Frühstücksei essen oder gar auf ein zweites Appetit haben. Denn das Cholesterin im Blut soll die Adern verstopfen und stand lange in Verdacht, der wichtigste unabhängige Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen zu sein. Heute weiß man allerdings, dass die Gleichung:


Ei = viel Cholesterin = hoher Cholesterinspiegel im Blut = Herzinfarkt


nicht mehr gilt.

Denn viele andere Faktoren spielen bei der Verengung und Verstopfung der Adern eine Rolle: Blutdruck, Körpergewicht, Rauchen, Bewegungsmangel, Geschlecht, Alter, einige Entzündungsstoffe und, und, und . 

 

Was spricht also gegen den Verzehr von Eiern?

Aber Vorsicht!!!

Die Entwarnung gilt so nicht. Für Diabetiker oder Personen, die an einer Fettstoffwechselstörung leiden. Auch wer bereits einen Herzinfarkt hatte, sollte etwas vorsichtiger sein.

 

Diäten machen schlank!

 

Der Körper interpretiert eine sinkende Energiezufuhr als Notfall der Alarmstufe rot. Deshalb trifft er sofort Vorkehrungen, um das Schlimmste zu verhindern. Einerseits senkt der Körper den Grundumsatz, also den Energieverbrauch im Ruhezustand, um Kalorien- Brennstoff einzusparen. Andererseits nutzt er jedes bisschen Nahrung bis zum Letzten aus, um keine Kalorie zu verschwenden. Außerdem wird die Esslust gesteigert, damit die Person sich darum kümmert den Mangel auszugleichen. Deshalb drehen sich alle Gedanken von Essgestörten und Diät haltenden ums Essen.

Menschen können längere Zeit mit sehr wenig Nahrung auskommen und verlieren auf diese Weise auch deutlich an Gewicht. Der Körper behält aber die überlebenswichtige Verwertungsstrategie in weiser Voraussicht bei, auch dann, wenn die Diät längst ein Ende hat. Der Körper weiß ja nicht, wann die nächste Hungersnot kommt. Eine interne Regulation sorgt daher dafür, dass mindestens das Ausgangsgewicht wieder hergestellt wird. Im Wiederholungsfalle wird es sogar jedes Mal etwas mehr, damit man beim nächsten Mal mehr Reserven hat. Dieser Mechanismus wird allgemein hin als Jojo-Effekt bezeichnet. Fazit: Diäten machen dick nicht schlank.

Dicke essen mehr als Dünne!

 

Die meisten Dicken essen sogar weniger als Dünne. Das ist das Ergebnis zahlreicher Studien. Also, warum sind Dicke dann dick? Der Grundumsatz ist bei jedem Menschen unterschiedlich, das ist der Tagesbedarf an Kalorien, den der Körper für die Instandhaltung benötigt. Für diese Grundeinstellung der Nahrungsverwertung spielt das Erbgut eine wichtige Rolle. Beispielsweise hat man herausgefunden, dass Diäten in der Schwangerschaft ein späteres Dickwerden des Kindes fördern. Eine weitere  Möglichkeit, die die Nahrungsverwertung beeinflusst, ist die unterschiedliche hormonelle Regulation. In Studien wurde herausgefunden, dass Übergewicht vermehrt bei denen vorlag, die ihr Gewicht ständig kontrollierten, somit förderten Diäten und Sport, die Aufnahme von Appetitzüglern und Abführmitteln die Entstehung von Übergewicht.

Der Körper reagiert auf jede Verknappung der Nahrungszufuhr mit einer Umstellung des Stoffwechsels für eine bessere Nahrungsverwertung. Da die meisten Dicken zahlreiche Diäten hinter sich haben, ist der Grundumsatz so heruntergeschraubt, dass ihr Körper mit sehr wenigen Kalorien auskommt. Und alles, was darüber hinaus geht, wird als Reserve für die nächste Notzeit eingelagert. Das heißt, Dicke müssen häufig langfristig ausgewogen mehr essen, um abzunehmen.



Kinder sollten Spinat essen, weil der viel Eisen enthält!

Spinat enthält tatsächlich nur eine ganz gewöhnliche Menge Eisen, nämlich 3,5 Milligramm pro 100 g Blattspinat. Somit ist Spinat keine bessere Eisenquelle als andere Gemüsesorten auch. Die Annahme stammt aus einer Untersuchung von getrocknetem Spinat, da Spinat jedoch zu  90% aus Wasser besteht ist die aufgenommen Eisenmenge nur durchschnittlich hoch. Der Eisenbedarf kann also genauso gut durch andere Gemüsesorten gedeckt werden. Das Gefecht am Mittagstisch zwischen Eltern und Kindern ist also unnötig.

 

Fett ist schlecht!

Fett erfüllt neben der häufig unerwünschten Funktion, der Speicherung in Körperdepots, die in Notsituationen lebenswichtig ist, zahlreiche andere wichtige Funktionen im Körper. Fett wird als Baustoff für den Aufbau von Körperzellen gebraucht und ist Ausgangsmaterial für die Synthese zahlreicher wichtiger biologischer Verbindungen. Fett umgibt die Organe wie ein Polster und bildet eine Isolierung unter der Haut, dadurch wird der Körper vor Kälte und mechanischen Einflüssen geschützt. Mit den Nahrungsfetten werden essenzielle (lebenswichtige) Fettsäuren aufgenommen, die der Körper selbst nicht bilden kann. Fett ist außerdem der Träger von fettlöslichen Vitaminen und Geschmacksstoffen und ist damit ein unverzichtbarer und wohlschmeckender Nahrungsbestandteil, der auf Grund seines Energiegehalts mit Bedacht genossen werden muss, jedoch keinesfalls verteufelt werden sollte.

 

Kaffee darf nicht zur Flüssigkeitszufuhr gezählt werden!

 

Diese Regel besteht nicht mehr, es hat sich gezeigt, dass drei Tassen Kaffee für die tägliche Flüssigkeitsaufnahme berenet werden können.



Frisches Gemüse hat mehr Vitamine als Tiefkühl-Gemüse!

 

Stimmt meist nicht. Tiefkühl-Gemüse wird reif und erntefrisch Schock gefrostet,
dabei bleiben die Vitamine weit gehend erhalten. Bei frischem Gemüse gibt es
da eher Probleme. Diese werden häufig zu lange transportiert und gelagert,
wobei Vitamine verloren gehen. Außerdem wird frisches Gemüse meist unreif geerntet
und reift nach, jedoch ohne die Nährstoffe aus dem Boden und dem Sonnenlicht.
Nur das frische Gemüse aus dem eigenen Garten ist reicher an Vitaminen
als die Tiefkühl-Alternative.

 

Rohes Gemüse ist immer gesund!

 

Diese Aussage trifft so pauschal nicht zu. Für die meisten Gemüsesorten gilt diese Aussage zwar, es gibt jedoch, wie bei fast allem, Ausnahmen. Für bestimmte Gemüsesorten ist Kochen sogar ein Muss, zum Beispiel für rohe Hülsenfrüchte,
deren gesundheitsschädliche Stoffe, genannt Hämagglutinine, erst durch die Hitze deaktiviert werden. Das gleiche gilt für Kartoffeln, die roh ungenießbar sind. Bei anderen Gemüsesorten werden bestimmte wertvolle Substanzen für den Körper erst verwertbar, nachdem die Zellwände durch Kochen aufgeschlossen wurden, das gilt zum Beispiel für Carotinoide aus Karotten. Bei Tomaten kann das darin vorkommende Lycopin ebenfalls besser aufgenommen werden, nachdem sie zerkleinert und erhitzt wurden. Lycopin ist ein sekundärer  Pflanzeninhaltsstoff und gilt als antioxidativ und damit möglicherweise vorbeugend gegen Arteriosklerose, Herzinfarkt und Krebs.

 

Light-Produkte helfen beim abnehmen!

 

Der Begriff "Light" ist gesetzlich nicht geschützt und kann so ziemlich alles bedeuten. Es kann für weniger Zucker, weniger Alkohol, weniger Salz, weniger Fett, leicht bekömmlich oder leicht verdaulich stehen. Oft ist in Light-Produkten Zucker durch Süßstoff ersetzt, was wegen der Appetit anregenden Wirkung von Süßstoff problematisch ist. Oder der Fettanteil im Light-Produkt ist reduziert. Dann sind aber oft mehr Kohlenhydrate im Essen, so dass der Kalorienunterschied im Vergleich zu einem herkömmlichen Produkt nicht sehr groß ist. Es hat sich darüber hinaus gezeigt, dass auf Grund des fehlenden Geschmackträgers Fett von vielen Light-Produkten mehr verzehrt wird  als von dem herkömmlichen Produkt. In verschiedenen Untersuchungen konnte des Weiteren gezeigt werden, dass Light-Produkt-Esser weniger abnehmen, als solche, die kalorienreduziert essen. Deshalb besser immer auf das Etikett schauen, wie viel Fett, Kohlenhydrate und Kalorien tatsächlich enthalten sind.

 

Probiotischer Joghurt ist besser als normaler Joghurt!

 

Probiotische Joghurts versprechen einen günstigen Einfluss auf die Funktion des Immunsystems. Regelmäßiger Verzehr soll die Zusammensetzung der Darmflora
positiv beeinflussen, indem sich die probiotischen Bakterien im Darm ansiedeln und
die Ausbreitung unerwünschter Bakterienstämme verhindern. Allerdings ist bisher nicht klar, ob sich die Zusammensetzung der Darmflora nachträglich überhaupt noch beeinflussen lässt, denn sie wird schon in der Kindheit aufgebaut.

Um wirklich einen positiven Einfluss auf seinen Darm zu nehmen, sollte weitestgehend
auf Milch und Milchnebenprodukte verzichtet werden.
Und dies aus zwei Gründen:
zum einen enthalten Milchprodukte Kasein. Kasein ist ein Artverwandtenstoff der als Klebstoff in der Industrie verwendet wird. Somit verkleben Milchprodukte die Darmzotten,
die für die Nährstoffaufnahme im Körper extrem wichtig sind.
Außerdem entzieht die Milch dem Körper mehr Calcium, 
aufgrund ihres sauen Milieus,
als diese dem Körper zuführt.